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Foto: ©iStockphoto.com/Andyd

Rezepte zum Frühstück

Beitragsinhalt
Rezepte zum Frühstück
Vegetarische Brotaufstriche
Weitere vegetarische Brotaufstriche
Rezepte für ein Britisches Frühstück
Getränke für ein Britisches Frühstück
Rezepte für ein Spanisches Frühstück
Japanische Frühstücksrezepte
Niederländische Rezepte zum Frühstück
Rezepte Mexikanisches Frühstück
Russische Rezepte zum Frühstück
Rezepte aus Schweden

Britische Frühstücks-Rezepte

Scottish Baps und Morning rolls

Baps sind flache weiche Brote, Morning rolls sind Frühstücksbrötchen. Beide Sorten werden in Schottland gern gegessen.

30 g frische Hefe
300ml warme Milch (max 1,5% Fett)
1 TL Zucker
450 g Mehl
50 g Schweineschmalz und 1 TL Salz

Die Hefe in kleine Stücke brechen und in der handwarmen Milch auflösen. Die Flüssigkeit darf nicht zu warm sein, das verträgt die Hefe nicht – der Teig würde nicht aufgehen. Nun den Zucker dazu.
Mehl und Salz mischen und eine Mulde hinein drücken. Die Hefemilch dazu geben, das Fett in kleinen Stücken auf den Muldenrand setzen als alles langsam und sorgfältig zu einem weichen Teig verarbeiten.
Zugedeckt an einem warmen Ort etwa 30 Minuten gehen lassen, bis sich der Teig ungefähr verdoppelt hat. Danach gründlich durchwalgen.
Für die Brötchen, den Teig in 10 Teile teilen und oval formen. Mit Milch bepinseln und auf ein bemehltes Backblech legen. Für einen Bap verwendet man ungefähr 2/3 des Teiges, der etwa zwei Zentimeter dick, oval ausgerollt wird. Das Gebäck nochmals gehen lassen und in  die Mitte ein Loch drücken.
Gebacken wird bei etwa 200 °C 15-20 Minuten, das Brot braucht etwas länger.

Griddle Sponges – Schottische Pfannkuchen

Beim britischen Frühstück sind sie auch als Drop Scones bekannt.

2 Eier
25 g Zucker
300 ml Milch
1 El Butter
225 g Mehl
2 TL Backpulver
Salz

Eier, Zucker, Milch und die zerlassene Butter schlagen. Das mit dem Backpulver und etwas Salz vermischte Mehl vorsichtig unterheben. In einer heißen Pfanne ausbacken. (Pro Pfannkuchen etwa 2 EL Teig). Nach dem Wenden leicht andrücken. Heiß, mit Marmelade oder Butter servieren.

Britische Muffins

Britische Muffins bzw. Teebrötchen bestehen aus Hefeteig und werden am liebsten zerschnitten und getoastet zum Frühstück gegessen.

15 g frische Hefe
300 ml stark verdünnte Milch
1/2 TL Zucker
450 g Mehl
1 TL Salz

Die zerbröckelte Hefe in der handwarmen Milch auflösen, Zucker dazugeben. Das Mehl sieben, mit dem Salz vermischen, eine Mulde formen und die Hefemilch hinein gießen. Alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten und etwa 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen. Der Teig sollte sein Volumen annähernd verdoppeln.
Danach den Teig erneut kneten und etwa 1 cm dick ausrollen. Mit Hilfe eines Glases lassen sich Kreise mit 9 cm Durchmesser gut ausstechen. Die Brötchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und weitere 20 Minuten gehen lassen.
Gebacken werden die britischen Muffins bei 200 °C etwa 5 Minuten von jeder Seite. D. h. also: zwischendurch wenden! Der Teig reicht für 15-20 Brötchen.  

Hot Cross Buns

Die würzigen Hefeteigbrötchen mit Kreuz, sind nicht nur beliebt für das britische Frühstück. Sie sind auch ein klassisches, britisches Karfreitagsgericht.

30 g Frischhefe
200 ml verdünnte Milch
60 g Zucker
500 g Mehl
je 1/2 TL Zimt, Kardamon, Piment
1 Ei
50 g Butter
50 g Korinthen
25 g Orangeat
25g Zitronat
Salz, Muskat

Die Hefe in Stücke zerteilen und zusammen mit dem Zucker in der handwarmen Milch auflösen. Mehl, Salz und Gewürze vermischen, eine Mulde hineindrücken und die Hefemilch zugeben. Die Butter in Flocken auf den Rand setzen und alles langsam zu einem glatten Teig verarbeiten. An einem warmen, nicht zugigen Ort etwa 1 Stunde gehen lassen.
Nun den Teig gut durchkneten und Korinthen, Orangeat und Zitronat einarbeiten. Brötchen von etwa 5 cm Durchmesser formen und auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech nochmals eine halbe Stunde ruhen lassen. Die Brötchen zum Schluss mit Ei bestreichen, kreuzweise einschneiden und im vorgeheizten Backofen 15 Minuten backen. Am besten noch warm, mit flüssigem Sirup glasiert, servieren.

Kedgeree

Ein "Eintopfgericht" mit indischen Wurzeln.

4 Eier, hartgekocht
300 g gegarter Fisch (z. B. Heilbutt)
200 g Reis
Butter
Petersilie, Curry

Den Reis laut Packungsangabe kochen und abtropfen lassen. Die Petersilie fein hacken und den Fisch in grobe Stücke zerteilen. Die Eier würfeln. Das Currypulver mit der Butter andünsten und den Reis untermischen. Den Fisch, die Eiwürfel und die Petersilie dazu geben und langsam heiß werden lassen.

Egg Benedict

für 4 Portionen:

2 Britische Muffins
Butter/Margarine
4 Scheiben gekochter Schinken
4 Eier
2 Eigelb
125 g Butter
1 TL Senf
Salz, Zitronensaft

Senf, Eigelb, Zitronensaft und Salz etwa 10 Minuten gründlich aufschlagen. Die flüssige Butter langsam dazugeben und die so entstandene Sauce Hollandaise warm halten.
Die 4 Eier pochieren. D. h. die Eier werden in sanft kochendes Wasser geschlagen und gegart bis das Eiweiß fest ist. Das ist eine etwas knifflige Angelegenheit. Aber mit etwas Übung und ein paar Tricks gelingt es. Hilfreich ist es, wenn man etwas Essig ins Wasser gibt, die Eier zuerst in einer Tasse aufschlägt und dann langsam ins Wasser gleiten lässt. Das Eiweiß eventuell mit einem Löffel etwas zurecht schieben. Pochierte Eier sollten möglichst kugelförmig sein. Ist das Eiweiß gestockt, mit einer Kelle aus dem Wasser heben und abtropfen lassen.

Nun die Britischen Muffins (siehe Rezept weiter oben) halbieren und toasten. Anschließend mit Butter oder Margarine bestreichen und mit gekochtem Schinken belegen. Darauf wird jeweils ein pochiertes Ei gelegt. Serviert wird mit Sauce Hollandaise.

Eier aus dem Ofen

Bei dieser Art der Zubereitung werden Eier in kleinen Souffléförmchen im Backofen gegart.

für 4 Portionen:

4 Scheiben Bacon oder Rächerlachs
4 Eier
etwas geriebenen Käse oder Crème fraîche (für die Variante mit Fisch)
Salz, Pfeffer
Petersilie
4 Scheiben Toast

Die Förmchen fetten, Bacon oder Lachs hineinlegen und 5 Minuten in den vorgeheizten Backofen stellen. Dann die Eier hineinschlagen und würzen. Mit Käse oder Crème fraîche und Petersilie bestreuen und weiter garen, bis das Eiweiß die nötige Festigkeit erreicht hat. Serviert wird mit gebuttertem Toast.

Rührei mit Krabben

für 2 Portionen:

100 g frische Krabben
4 Eier
150 ml Mineralwasser (mit Kohlensäure)
50 g geriebener Parmesan oder anderer Käse nach Belieben
1 rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
fein gewürfelter Schinkenspeck (Menge nach Geschmack)
Zitronensaft, Salz, Pfeffer
Petersilie, Schnittlauch

Die Eier in eine Schüssel aufschlagen und mit dem Mineralwasser, Salz und Käse leicht verquirlen. Nicht zu lange rühren, sonst wird das Rührei zäh. Es genügt, wenn Eiweiß und Eigelb gerade zerschlagen sind. Noch cremiger wird es, wenn man kleine Butterflöckchen unter den Teig hebt. Die Schinkenwürfel mit feingehackter Zwiebel und gepresstem Knoblach in einer Pfanne andünsten. Die gut gesäuberten Krabben mit Zitronensaft beträufeln, mit Salz und Pfeffer würzen und in Mehl wenden. Nun zu den Zwiebeln und dem Speck geben. Die Eimasse in die mäßig erhitzte Pfanne gießen. Die Eier in der Pfanne nicht zu sehr rühren, sondern mit einem Holzlöffel die am Boden bereits gestockte Masse leicht zusammen schieben.
Dazu wird Toast gereicht - geröstet und gebuttert.

Gefüllte Champignons

10 große, schöne Champignonköpfe
50 g kleine, braune Champignons
1 rote Zwiebel
50 g Blattspinat
100 ml Sahne
1 Ei
150 ml Weißwein
Oregano, Salz, Pfeffer

Die Champignonköpfe gründlich putzen und in eine gefettete Auflaufform setzen. Falls Stiele noch vorhanden sind, diese vorher entfernen. Die braunen Champignons, den Spinat, die Zwiebel und die Petersilie klein hacken, bzw. würfeln und andünsten. Dann würzen.
Ei und Sahne in die abgekühlte Gemüsemischung geben und die Champignonköpfe damit füllen. Den Wein in die Auflaufform schütten und alles 20 Minuten garen. Eventuell mit Aluminiumfolie abdecken, damit die Pilze nicht zu sehr austrocknen.

Gegrillte Tomaten mit Pilzen und Bacon

für 2 Portionen

2 große Tomaten (fest)
4 große Champignons
2 Scheiben Bacon
3 Scheiben Toast
Zitronensaft
frischer Majoran
Salz, Pfeffer, Oregano

Die geputzten Pilze und die Tomaten in dicke Scheiben schneiden. Die Pilze in Olivenöl 5 Minuten andünsten und mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und Kräutern würzen. Tomaten würzen und in einer Grillpfanne von beiden Seiten etwa 2-3 Minuten grillen. Den Bacon knusprig ausbacken, das ausgelassene Fett und etwas Butter über die Toastscheiben geben, diese goldgelb rösten und zu Dreiecken schneiden.
Toast jeweils mit Tomatenscheiben, Pilzen und Bacon anrichten und servieren. Fertig ist das Britische Frühstück.

Pie mit Gemüse

125 g Butter oder Margarine
1 Ei
250 g Mehl
1 reichliche Prise Salz

2 große Karotten
2 Stangen Lauch
1 kleine Fenchelknolle
4 Scheiben gekochter Schinken
2 Eier
150 g Schlagsahne
125 g Crème fraîche
150 g geriebenen Käse
Salz, Pfeffer

Für den Mürbeteig Ei, Butter, Mehl und Salz rasch zu einem Teig verarbeiten, zu einer Kugel formen und eingewickelt in Klarsichtfolie 30 Minuten kühlen.
In der Zwischenzeit das Gemüse putzen. Die Karotten grob hobeln, Fenchel und Lauch in kleine Stücke schneiden. Anschließend alles 5 Minuten dünsten und abtropfen lassen.
Crème fraîche, Sahne, Eier und Käse verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Teig in einer Pie- oder flachen Kuchenform auslegen, einen Rand andrücken. Abwechselnd Gemüse und Käsesahnemischung auf dem Teig verteilen und im vorgeheizten Backofen, bei etwa 180° C 45 Minuten backen.

Gegrillte Grapefruit

für 4 Portionen

2 große Grapefruits (gelb)
100 g brauner Zucker
nach Geschmack 4 EL Sherry
etwas Butter

Die Früchte halbieren und mit einem Messer das Fruchtfleisch der einzelnen Spalten leicht anlösen. Bei Bedarf mit einem Schuss Sherry beträufeln. Butterflöckchen auf den Hälften verteilen und mit Zucker bestreuen.
Im Backofen unter den Grill schieben und grillen bis der Zucker karamellisiert. Vorsicht, damit er nicht verbrennt. Die Grapefruits heiß servieren.

Lemon Curd

Ein typisch britischer Brotaufstrich, der sich im Kühlschrank mehrere Monate hält. Dieser Brotaufstrich passt hervorragend zu Obstsalat, Britischen Muffins und Toast.

Saft und Schale von 4 Bio-Zitronen
450 g Zucker
4 Eier
100 g Butter

Zitronensaft und fein geriebene Schalen mit Butter und Zucker im Wasserbad schlagen. Die Eier werden langsam dazu gegeben. Kräftig weiter schlagen bis die Masse andickt, keinesfalls kochen. In Gläser abfüllen, gut verschließen und im Kühlschrank verwahren. Variante: Die vierte Zitrone durch eine Orange ersetzen.

Amaretti Trifle

250 g Amarettini (kleine Kekse, die Italien sehr beliebt sind)
400 g Erdbeeren
240 g Aprikosen
250 g Mascarpone
Saft von 1 Orange
250 ml Vanillesauce

Die Erdbeeren putzen und halbieren, die Aprikosen in Scheiben schneiden. Zwei Drittel der Kekse mit dem Orangensaft tränken.
Vanillesoße und Mascarpone verrühren. Nun Schichtweise zuerst die Kekse, dann die Früchte und zuletzt die Vanille-Mascarpone-Cremé darüber verteilen. Vor dem Verzehr vier Stunden zugedeckt durchziehen lassen und zuletzt mit den restlichen Keksen verzieren.

Sherrygelee mit Himbeeren

250 ml trockener Sherry
800 g frische Himbeeren
5 EL Zucker
5 EL Zitronensaft
8 Blatt Gelatine

400 g Himbeeren mit dem Sherry, dem Zucker und dem Zitronensaft gut vermischen und mindestens 1 Stunde durchziehen lassen. Anschließend mit 200 ml Wasser aufkochen und durch ein Sieb streichen. Die Gelatine nach Packungsangabe einweichen und danach gut ausgedrückt unter die Himbeer-Sherry-Masse geben. Kleine Schälchen kalt ausspülen und die restlichen Himbeeren gleichmäßig darin verteilen. Mit dem leicht abgekühlten Gelee auffüllen. Mindestens zwei Stunden kaltstellen und vor dem Servieren stürzen. Dazu schmecken Vanillesoße oder geschlagene Sahne besonders gut.

Die Britische Küche bietet noch weitere Leckereien. Finden Sie mehr heraus in unserem Buch-Tipp: English Cooking: Ein schlechter Ruf wird widerlegt