Frühstück und gesunde Ernährung


Das Thema Essen beschäftigt uns den ganzen Tag. So wichtig wie die Nahrungsaufnahme selbst, ist das Problem der Gesundheit und der Esskultur. Das wie und wo ist durchaus nicht nebensächlich. Wir denken darüber nach was wir essen und was das, was wir zu uns nehmen, mit uns macht.

Ein gesundes Frühstück als Stresskiller

Zu erst einmal halten Essen und Trinken Leib und Seele zusammen. Speisen in ruhiger, entspannter Atmosphäre mit genügend Zeit die richtige Auswahl zu treffen, hilft uns Stress abzubauen. Dass das richtige Essen eine wichtige Rolle in unserer Ernährung und für unser Wohlbefinden spielt ist eine bekannte Tatsache, wird aber auch spielend ignoriert.

Avocado aufgeschnittenIn der Tat hat der menschliche Körper, nach dem wach werden am Morgen, etwa 10 Stunden keine Energie mehr zugeführt bekommen. Schon deshalb empfiehlt es sich, genauer über das Frühstück – das gesunde Frühstück – nach zu denken. Die Briten scheinen dies besonders gründlich und mit Erfolg getan zu haben, denn das Frühstück der Inseleuropäer ist weltweit geschätzt und wird gerne nachgeahmt.

Während also einige eine gesunde, gepflegte Frühstückskultur bevorzugen, wird die morgendliche Nahrungsaufnahme vielerorts vernachlässigt. Viele nehmen ihr Frühstück im Stehen ein oder verzichten ganz darauf. Ein gutes, gesundes Frühstück, mit ausgewogenen Bestandteilen, ist wichtig, denn Leistungsfähigkeit und Konzentration reagieren auf mangelnde Energiezufuhr.

Das Frühstück hat Einfluss auf die Leistungsfähigkeit

Ein gutes Frühstück hebt den Blutzuckerspiegel und bringt damit die Gehirnzellen in Schwung. Studien haben gezeigt, dass ein richtig zusammengestelltes gesundes Frühstück den Prozess des Bildens und der Zurückgewinnung von Erinnerungen und das Verstehen komplexer Informationen fördert. Entsprechend neuester Erkenntnisse, leiden Menschen, die regelmäßig und gesund frühstücken, seltener an Diabetes, Übergewicht und Herz-Kreislauferkrankungen. Wichtig ist hierbei jedoch die Zusammenstellung des Frühstücks. Fachleute raten: 60 Prozent Kohlenhydrate, 10 Prozent Eiweiß und nicht mehr als 30 Prozent Fette. Außerdem sollte die Kost ballaststoffreich sein. Besonders effektvoll für eine Ernährungsumstellung ist es das “kontinentale” Brötchen-Butter-Marmelade-Frühstück durch Frisch-Kornmüsli mit Obst und Milch oder Joghurt oder durch Vollkornbrot mit Quark zu ersetzen.

Nahrung fürs Gehirn

Der Körper erhält die für den Tag nötige Energie durch die Zufuhr von kohlenhydratreicher Kost, die ihr Energiepotenzial (Glukose) nur langsam abgibt. Über Nacht wurde der Glukosevorrat weitgehend aufgebraucht und da das Gehirn ausschließlich Glukose (Traubenzucker) verbrennt, ist Nachschub nötig. Aber: unterschiedliche Sorten Kohlenhydrate werden mit unterschiedlicher Geschwindigkeit in Glukose umgewandelt. Kristallzucker besteht aus einfachen Kohlenhydraten und wird sehr schnell abgebaut. Vorteil: er liefert sofort Energie und steigert die Leistungsfähigkeit sprunghaft, aber kurzweilig. Stärke und andere komplexe Kohlenhydrate werden langsamer abgebaut. Glukose wird langsam, über mehrere Stunden ins Blut geliefert, mit der positiven Folge, dass der Körper weniger Insulin ausschüttet und weniger genötigt ist, Glukose zu speichern um sie später abziehen zu können. Eine verzögerte Freisetzung der Kohlenhydrate verursacht ein Gefühl von Fülle und Zufriedenheit, das über längere Zeit anhält und vor Heißhunger schützt.

Zur persönlichen Gesundheit zählt es genauso auf das eigene Hunger- und Sättigungsgefühl zu achten, es wäre unsinnig sich zum Essen zu zwingen. Richtig und wichtig ist, sich die Zeit zum (gesunden) Frühstücken zu nehmen – auch wenn es erst gegen 9 oder 10 Uhr ist.