Spanisches Frühstück


Die spanische Esskultur ist dem südländischen Lebensrhythmus angepasst. Das Frühstück hat eher einen stiefmütterlichen Platz im täglichen Speiseplan. Kaffee, Churros oder Porras dürfen beim traditionellen Frühstück nicht fehlen, sind aber auch meist alles was zu sich genommen wird. Es ist die Angewohnheit der Spanier, auf dem Weg ins Büro zu stoppen und dort zu frühstücken. Beliebter ist das verspätete spanische Frühstück, bestehend aus Milchkaffee und Gebäck. Zwischen 11 und 12 Uhr gehen die Spanier dort hin, wo es ihrer Meinung nach „die besten Churros“ der Stadt gibt. Das fetthaltige Spritzgebäck, bestehend aus Wasser, Salz und Mehl ist wahrscheinlich das ungesündeste Frühstück der Welt, aber wahrscheinlich deshalb unglaublich lecker. Und die Spanier lieben es. Ohne Churros, die heiß gegessen und in Schokolade oder Kaffee getunkt werden, darf der Tag nicht beginnen.

Ebenso klassisch für das spanische Frühstück ist pan tostada con aceite, geröstetes Brot, das mit Olivenöl und Salz bestrichen wird.

Tapas auch zum Frühstück oder zum Brunch

Zugegeben, Tapas isst man traditioneller Weise eher am Abend in einer der vielen kleinen Tabernas Spaniens. Aber für die Liebhaber eines herzhaften Brunches eignen sich die kleinen, andalusischen Spezialitäten wie keine anderen.

Der Name Tapa steht im Spanischen für den Deckel oder die Abdeckung. Dies verweist auf die ursprüngliche Bedeutung dieser Speise. Im späten Mittelalter dienten Käse- oder Brotstücke in den Tabernen dazu, die Sherry- oder Weingläser abzudecken, um sie vor lästigen Mücken zu schützen. Ein weiterer Effekt bestand darin, dass sich auf diese Weise die Aromen länger im Getränk halten ließen. Von da an breitete sich in Spanien die Tradition aus, zu Wein oder Bier kleine Speisen zu reichen. Brot, Käse, Sardellen, der herzhafte Seranoschinken und Oliven können – wegen ihrer Einfachheit und ihres hohen Vorkommens – als die ursprünglich am weitesten verbreiteten Tapasarten gelten. Die heutige Vielfalt der spanischen Tapaszubereitung entstand hingegen erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als sich auch die Landbevölkerung im zunehmenden Maße Fleisch leisten konnte.

Die Vielfalt der spanischen Küche spiegelt sich in dem Variantenreichtum der unterschiedlichen Tapas. Ob Fleisch, Fisch oder Gemüse – jeder typische Tapasingredienz wartet mit einer Vielzahl von verschieden Zubereitungsmöglichkeiten auf. Je nach persönlicher Vorliebe lassen sich so einfache als auch ausgefallene Speisen zubereiten.

Tapas zu essen ist in Deutschland in kürzester Zeit zu einem Trend geworden, der sich mit der Verbreitung des Brunches vergleichen lässt. So unterschiedlich ihre kulturelle Tradition auch sein mag, die Zahl der Berührungspunkte überwiegt. Und wirklich passen Tapas und Brunch hervorragend zueinander. Die vielen kleinen Gerichte, die im Laufe des Brunches zu Tisch kommen, belasten nicht und stören keinesfalls das gesellige Beisammensein mit den Freunden. Und bei einer Scheibe Seranoschinken mit Weißbrot und Rotwein lässt sich lange zusammen sitzen.

Zu den typischen Ingredienzen zählen:

  • Lamm
  • Schweinefleisch (besonders alle erdenklichen Schinkenausprägungen)
  • Kaninchen
  • Hühnchen
  • Rind
  • Sardellen
  • Thunfisch
  • Kalmare
  • Shrimps
  • Muscheln
  • Lachs
  • Artischocken
  • Auberginen
  • Zucchini
  • Kartoffeln
  • Paprika
  • Oliven
  • etc.

Rezepte für ein Spanisches Frühstück