Japanisches Frühstück


ein Schälchen ReisDie japanische Kultur ist geprägt vom Gegensatz zwischen Tradition und Moderne. Das gilt ebenso für die Esskultur. Auch wenn in den Großstädten Fast-Food auf dem Vormarsch ist: die traditionelle Art zu Speisen wird liebevoll gepflegt. Besonders wichtig für die kulinarische Tradition in Japan ist die Präsentation der Speisen. Auf eine sorgfältige Auswahl der Zutaten und die gewissenhafte Zubereitung wird größter Wert gelegt. Die Ingredienzien werden meist saisongerecht ausgewählt und zeichnen sich gerade deshalb durch Frische aus.

Das japanische Wort gehan, das zugleich Reis und Essen bedeutet, verweist auf die exponierte Stellung des Hauptnahrungsmittels: Eine Mahlzeit ohne Reis ist undenkbar. Rang zwei in der Nahrungsmittelliste nimmt Fisch ein.

Japanische Küche: Reis und Pflaumen zum Frühstück

In Europa erfreut sich die japanische Küche zunehmender Beliebtheit. Nicht nur aufgrund ihrer Exotik, und des Sushi, das sich im europäischen Speiseplan mittlerweile fest etabliert hat und sich der Kreis der Liebhaber dieser Delikatessen ständig erweitert. Die traditionelle japanische Küche ist vor allem gesund, weil überwiegend fettarm, vitaminreich und ausgewogen.

Das Japanische Frühstücks scheint dem fremden Gaumen eher gewöhnungsbedürftig. Zum Auftakt gibt es umeboshi, eine salzig-sauer eingelegte Pflaume. Die starke Säure belebt die Lebensgeister und wirkt wie eine kalte Dusche. Als Frischobst hat ume keine Bedeutung, sondern wird nur umeboshi eingemacht. In Japan heißt es, dass eine ume pro Tag den Arzt erspart.

getrockneter SeetangReis, ist unverzichtbar und deshalb gehört er in Japan auch auf den Frühstücksstisch, gereicht mit getrocknetem Purputang. Warm und sättigend ist die Misosuppe, eine heiße Brühe mit Tofu und verschiedenen Einlagen. Wer sie ganz traditionell zu sich nimmt, fischt die festen Bestandteile mit Stäbchen und schlürft den Rest. Zurückhaltung ist hier nicht nötig, den in Japan darf man lautstark zeigen, dass es schmeckt. Schlürfen also erlaubt! Neben Reis und Suppe besteht das japanische Frühstück aus kalten Komponenten. Meist gibt es Fisch, getrocknet und gesalzen, häufiger geräuchert.

Tsukemono, rohe Eier und Omelette

Soll das Frühstück etwas üppiger ausfallen, wird es um Eierspeisen erweitert. Diese werden roh verzehrt oder gestockt mit Reis. Beliebt sind gefüllte und kunstvoll aufgerollte Omelettes. Tsukemono, japanisches, eingelegtes Gemüse, fehlt bei keiner Mahlzeit. Eingelegt werden vor allem Gurken, Chinakohl, Auberginen und Rettich. Es wird mit Reis oder auch als Snack gegessen.

Obwohl die Japaner ebenfalls gern Kaffee zum Frühstück trinken, wird immer auch Tee gereicht.

Japanische Frühstücksrezepte